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Kein leichtes Spiel

Mai 14, 2014, Ian Baxter - Warum ist es so schwierig, die richtigen Leute für eine Position in Ihrem Unternehmen zu finden?
Kein leichtes Spiel

Warum ist es so schwierig, die richtigen Leute für eine Position in Ihrem Unternehmen zu finden? Warum stellt sich später so oft heraus, dass Sie die falsche Wahl getroffen haben? Weil es „einfach eine schwierige Aufgabe“ ist? Nein, so leicht können wir es uns nicht machen. Laut dem letzten Harvard Business Review (Mai 2014) besteht der wahre Grund darin, dass wir bei diesen Entscheidungen einfach nicht besonders gut sind.

Der kurze, aber aussagekräftige Artikel von Nathan R. Kuncel und Denis S. Ones von der University of Minnesota sowie David M. Klieger von Educational Testing Services trägt den Titel „In Hiring Algorithms Beat Instinct“ (Bei der Rekrutierung schlagen Algorithmen Instinkt). Man kann beim Lesen fast ein bisschen Angst bekommen, denn die Ergebnisse zeigen, wie schlecht wir Menschen bei der Auswahl der richtigen Stellenbewerber sind. Erst richtig beängstigend aber ist die große Menge der Beweislast, auf die sich die Autoren stützen. Sie berufen sich auf 17 verschiedene Studien, in denen nachgewiesen wurde, dass selbst einfache Gleichungen menschlichen Entscheidungen überlegen sind. Dies gilt für jeden Fall und für jeden Algorithmus, den sie untersucht haben. Dabei spielen weder die Anzahl der Bewerber noch die Höhe der Position eine Rolle.

Wir können daraus schließen, dass wir uns viel leichter von Nebensächlichkeiten ablenken lassen, als wir dachten. Wir wenden Informationen uneinheitlich an, und unwichtige Faktoren wie ein Kompliment oder eine Bemerkung zu einem beliebigen Thema bringen uns leicht vom Kurs ab. Damit machen wir all die gründliche Vorbereitung bei der Aufstellung der Stellenparameter zunichte.

Es kann daher nur eine Schlussfolgerung geben: Wir sollten den gesamten Prozess einem algorithmischen System mit einer großen Menge eingespeister Daten überlassen. Ein gut eingerichtetes Rekrutierungssystem (wie z. B. Saba Recruiting@Work), das Ihnen Zugriff auf leistungsfähige Algorithmen für maschinelles Lernen und prädiktive Funktionen bietet, trifft deutlich bessere Entscheidungen und rentiert sich in kürzester Zeit. Sie müssen ihm nur vertrauen!

Und genau darin liegt das Problem. Viele Vorgesetzte werden sicherlich der Versuchung nicht widerstehen können, ein rein zahlenbasiertes Rekrutierungssystem austricksen zu wollen. Sie können sich einfach nicht vorstellen, dass eine Maschine mehr weiß, als sie sich in jahrelanger Arbeit angeeignet haben. Schließlich geht nichts über einen tiefen Blick in die Augen des Bewerbers, oder? Die Zahlen sprechen allerdings dagegen. Das Einstellen neuer Kräfte ohne ein Rekrutierungssystem mit den bestmöglichen Algorithmen, um wenigstens das Bewerberfeld so weit wie möglich einzugrenzen, könnte bald der Vergangenheit angehören.