Die Aussichten für Talentmanagement-Software waren noch nie so gut. Laut einer neuen Studie des Forschungs- und Beratungsunternehmens Bersin by Deloitte wuchs der Markt im letzten Jahr um beeindruckende 17 Prozent auf jetzt mehr als 5 Milliarden US-Dollar an.

Das sind natürlich erfreuliche Nachrichten für unsere Branche. Was mich aber wirklich interessiert, ist die Entwicklung hinter diesen Zahlen. Josh Bersin, Gründer und Inhaber von Bersin by Deloitte, berührte diesen Punkt in einem kürzlich veröffentlichten LinkedIn-Artikel, in dem er darauf hinwies, dass „Unternehmen begriffen haben, dass ‚Talentoptimierung‘ der Schlüssel zum Geschäftserfolg ist“.

Bersin erläutert, dass der Talentmanagement-Markt sich deutlich verschoben hat, denn „Talentmanagement-Software ist nicht für die Personalabteilung da (obwohl diese sie kauft), sondern für die Mitarbeiter, Vorgesetzten und Führungskräfte“.

Aus meiner Sicht besteht kein Zweifel, dass intelligentere, intuitivere Talentmanagement-Software und neue Personaltrends gemeinsam den Weg für Veränderungen bei der Interaktion zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern ebnen. Wir befinden uns meiner Ansicht nach am Anfang einer „dritten Phase des Talentmanagements“, in der Arbeitgeber und Arbeitnehmer durch die gemeinsame Ausrichtung an für beide Seiten vorteilhaften Zielen und Ambitionen eine noch nie dagewesene Synergie erreichen können.

Gemeinsame Überzeugung, neue Erwartungen

Anders ausgedrückt stehen die Arbeitsbeziehungen zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern jetzt endlich auf dem Boden der Tatsachen. Die seit Langem bestehende Diskrepanz zwischen ausgeleierten, pauschal angewendeten Personalprogrammen und -prozessen und den echten Erfahrungen und Erwartungen der Mitarbeiter wird endlich aufgehoben.

An ihre Stelle tritt ein interaktiverer, dynamischerer Ansatz beim Talentmanagement, bei dem Arbeitgeber und Arbeitnehmer ihre Beziehung zueinander gemeinsam neu definieren und ihre Erwartungen neu ausrichten.

Innovative Unternehmen und ihre Mitarbeiter haben erkannt, dass die Idee einer Stellung auf Lebenszeit nicht mehr realistisch und auch nicht unbedingt wünschenswert ist. Realistischer – und nützlicher – sind symbiotische oder sogar zeitlich begrenzte Beziehungen, die sich für beide Seiten als profitabel erweisen.

Die neue Vertragsgrundlage: Begrenzter Diensteinsatz

Dieser Trend geht Hand in Hand mit der Entwicklung, die LinkedIn-Mitbegründer Reid Hoffman als „die neue Vertragsgrundlage“ bezeichnet. Danach sind sich sowohl die Arbeitnehmer als auch die Arbeitgeber der Unbeständigkeit ihrer Beziehung bewusst und bauen trotzdem ein Vertrauensverhältnis mit gemeinsamen Werten auf.

Für die Mitarbeiter von LinkedIn ging Hoffman als „Vertragsgrundlage“ von einem „begrenzten Diensteinsatz“ von vier Jahren aus, wobei nach zwei Jahren eine Besprechung der beruflichen Zukunft stattfindet. Nach vier Jahren werden erfolgreiche Mitarbeiter aufgefordert, sich einen neuen Wirkungskreis bei LinkedIn oder außerhalb des Unternehmens zu suchen, falls sich ihnen dort bessere Chancen bieten.

Wenn „begrenzte Diensteinsätze“ sich für beide Seiten lohnen sollen, müssen Arbeitgeber nach Möglichkeiten suchen, ihre Ziele eng an denen ihrer Mitarbeiter auszurichten. Statt einmaliger Anreize und Kampagnen zum Mitarbeiterengagement müssen die Arbeitgeber also Wege finden, ihren Mitarbeitern befriedigende, erfüllende Aufgaben zu bieten und sie auf ihr nächstes Karriereziel vorzubereiten – all dies unter Berücksichtigung der Unternehmensziele.

Ein Gewinn für beide Seiten

Zum Glück entsprechen diese Trends genau den Stärken von Saba.

Unsere Plattform Saba@Work bietet innovative Funktionen, mit denen Unternehmen alle Aspekte ihres Personalzyklus effektiv optimieren können – von der Einstellung, dem Engagement und der Weiterentwicklung von Mitarbeitern bis zur Förderung der Kooperation und der gemeinsamen Nutzung von Informationen.

Mit maschinellem Lernen für Karriereempfehlungen und integrierter Echtzeit-Collaboration für mehr Konnektivität und eine bessere Kommunikation führen wir Unternehmen auf den Boden der Tatsachen, wenn es um die Beziehung zu ihren Mitarbeitern geht. Und von dieser Entwicklung profitieren beide Seiten gleichermaßen.